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Sandra Lüpkes: Das Sonnentaukind

Die Autorin und Sängerin Sandra Lüpkes, 1971 in Göttingen geboren, verbrachte die längste Zeit ihres Lebens auf der Nordseeinsel Juist und wohnt seit 2005 in der ostfriesischen Kleinstadt Norden. Das dieser vermeintlich beschauliche Landstrich auch Stoff für exzellente Krimis bietet, stellt Lüpkes nun in „Das Sonnentaukind“, dem bereits fünften Fall um die Auricher Kommissarin Wencke Tydmers, unter Beweis.
Gerade aus dem Erziehungsurlaub zurück, wird Wencke Tydmers mit einer Leiche konfrontiert. Ein rumänischer AuPair-Junge wird erhängt in einer Torfhalle im Moordorf in Ostfriesland gefunden. Öffentlichkeit und Kollegen der Kommissarin, allen voran ihr momentaner Vorgesetzter und Mitbewohner Axel Sanders, tippen auf Selbstmord und wollen die Akte möglichst schnell schließen. Wencke Tydmers aber ist skeptisch. Für einen Selbstmord hatte der allseits beliebte Junge kein Motiv. Welche Rollen spielen die Familie des „Moorkönigs“ Helliger und der unscheinbare Jacob Mangold, der in der Nähe sein freiwilliges ökologisches Jahr ableistet? Und was hat ein kurz darauf geschehener Mord in der Heimatstadt des AuPair-Jungen in Rumänien mit dem Fall zu tun? Nicht nur weibliche Intuition, sondern auch mehr und mehr Mosaiksteinchen aus Fakten führen die Ermittler immer tiefer hinein in einen Abgrund aus Kinderhandel, Familientragödien und Mord, in den auch Wencke Tydmers eigener Sohn Emil und ihr AuPair-Mädchen Anivia involviert werden.
Geschickt verwebt Lüpkes die Verbindungen zwischen den Figuren, legt subtile Fährten und spart nicht mit überraschenden Wendungen – bei allem Ernst der Thematik feinste Krimiunterhaltung, die nicht zuletzt durch die vielen sympathischen ostfriesischen Sujets besticht.
Sandra Lüpkes: Das Sonnentaukind, Rowohlt Taschenbuch Verlag 2007, 286 S., 7.90€
(c) 2007 Kersten Flenter
14.6.07 15:45
 
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